Nach
Schätzungen der Internationalen Energieagentur Paris (IEA,
http://www.iea.org)
wird der weltweite Energieverbrauch in den nächsten zwei Jahrzehnten um fast 60 % zunehmen. Trotz eines zunehmenden Anteils erneuerbarer
Energien wird der Verbrauch fossiler Energieträger im Energiemix die zentrale Rolle einnehmen. Die dabei entstehenden CO2-Emissionen werden
gegenüber heute um gut 60 % zunehmen. In ihrem
jüngsten Energie-Ausblick (IEA
Outlook 2004) geht die IEA in ihrer Referenzprognose von einer weiter stark steigenden Stromnachfrage aus, die sich in den nächsten drei Jahrzehnten
gegenüber heute nahezu verdoppeln wird. Erzeugungsseitig dominieren Kohle- und
Gaskraftwerke, die im Jahr 2030 fast zwei Drittel des Strombedarfs decken und gut 40 % der globalen CO2-Emissionen verursachen werden. Vor dem
Hintergrund der Notwendigkeit einer Klimagasreduktion nimmt die fossile Stromerzeugung daher eine herausragende Stellung ein.
Schon seit vielen Jahren trägt das Forschungszentrum Jülich mit seinen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten dazu bei, die Effizienz von
Stromerzeugungstechniken zu erhöhen und technisch umzusetzen. Das Spektrum reicht hierbei von der
Photovoltaik bis hin zu Hochtemperatur-Materialsystemen für Kraftwerke. Die Einhaltung stringenter Klimaschutzziele verlangt jedoch nach neuen
weitergehenden Lösungsansätzen. Daher wurde im Forschungszentrum Jülich im Jahr 2004 das Programm "CO2-Abtrennung bei fossilen Kraftwerken" gestartet. Die zu leistenden Arbeiten reichen hierbei von der Membranentwicklung und –herstellung, der Charakterisierung,
der technischen Verfahrensanalyse bis hin zur energiewirtschaftlichen und umweltseitigen
Bewertung geeigneter Kraftwerksprozesse. Das Projekt wird von verschiedenen
Instituten des Forschungszentrums bearbeitet.
Die Bearbeitung der Themengebiete ist wie folgt strukturiert:
| IWV-1: | Entwicklung von mikroporösen und dichten anorganischen Membranen zur Trennung der technisch relevanten Gase O2/N2, CO2/H2 und CO2/N2 in fossilen Kraftwerksprozessen.
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| IWV-2: | Charakterisierung von Membranen und Bestimmung von Eigenschaften von Membran-Werkstoffen unter Einsatzbedingungen.
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| IWV-3: | Verfahrenstechnische Analyse von Kraftwerksprozessen, insbesondere mit Gastrennung.
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| STE: | Energiewirtschaftliche sowie umweltseitige Bewertung von CO2-Abtrennung in Kraftwerken.
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| ZAT: | Aufbau von Permeabilitäts- und Selektivitätsprüfapparaturen für anorganische Membranen.
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Links zum Thema CO
2-Abscheidung und Lagerung:
letzte Änderung 04.08.2005 |
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