| IWV-1: | Entwicklung von mikroporösen und dichten anorganischen Membranen zur Trennung der technisch relevanten Gase O2/N2,
CO2/H2
und CO2/N2
in fossilen Kraftwerksprozessen. ( |
Das
Institut für Werkstoffe und Verfahren der Energietechnik (IWV-1) hat die Aufgabe
übernommen, anorganische Membranen zu entwickeln. Diese sollen für die verschiedenen Kraftwerkskonzepte die Trennung der technisch relevanten Gase O2/N2,
CO2/H2
und CO2/N2
ermöglichen, um einen möglichst reinen
Abgasstrom des Klimagases CO2
zu erreichen. Membranverfahren haben
gegenüber den chemischen Abtrennverfahren den Vorteil, dass bei der Abtrennung deutlich geringere Wirkungsgradverluste in Kauf genommen werden
müssen und besitzen im Hinblick auf Anwendung im Kraftwerk ein erhebliches Potenzial. Andererseits benötigen sie große Reaktionsflächen, die dementsprechend kostengünstig sein müssen.
Bei den unterschiedlichen anorganischen Membrantypen
wird unterschieden zwischen dichten ionen- oder
mischleitenden Membranen und mikroporösen kristallinen oder amorphen Membranen. Bezüglich Permeabilität, Selektivität und Stabilität besteht bei allen Membrantypen noch erheblicher Entwicklungsbedarf. Das IWV-1 befasst
sich mit der Entwicklung und Herstellung von neuen Werkstoffen und Membranschichten mittels verschiedener Prozesstechnologien. Als Beispiel ist eine
dünne mischleitende Perowskitschicht auf einem keramischen Trägersubstrat dargestellt, die ein Kandidat für die Trennung von O2
und N2 ist. Für die Herstellung von mikroporösen Schichten wurde im Institut 2005 ein
Reinraum der Klasse 1000 aufgebaut. Da die Membranen Partikel und Schichtdicken aufweisen, die sich im Nanometerbereich bewegen, muss unter staubfreien Bedingungen gearbeitet werden. Die oftmals Millimeter oder Mikrometer großen Staubpartikel würden ansonsten große Löcher in den Schichten
verursachen und die Membran bereits bei der nasschemischen oder physikalischen Abscheidung der Schicht zerstören. Die Herstellung der
dünnen Schichten erfolgt hierbei unter Reinraumbedingungen beispielsweise über die
Sol-Gel-Route mit verschiedenen Herstellmethoden wie Spin Coating oder Tauchbeschichtung oder z.
B. Vakuumschlickerguss.
| Kontakt: | Dr. W. A. Meulenberg |
| Telefon: 02461 61-6323 |
letzte Änderung 04.08.2005 | CO2 Admin | Ausdrucken
